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Oliver Bierhoff über den Konflikt mit Özil: "Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid"

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Im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT äußert sich Oliver Bierhoff, Präsidiumsmitglied des DFB, zum Rücktritt von Reinhard Grindel. Ich hätte mir das auch anders gewünscht, sagt Bierhoff zu der Art und Weise, wie der Präsident zurücktreten musste

Hamburg (ots) - Im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT äußert sich Oliver Bierhoff, Präsidiumsmitglied des DFB, zum Rücktritt von Reinhard Grindel. "Ich hätte mir das auch anders gewünscht", sagt Bierhoff zu der Art und Weise, wie der Präsident zurücktreten musste. Bierhoff schließt eine eigene Übernahme des Amtes an der Spitze des Verbandes aus: "Ich habe aktuell eine wunderbare und spannende Aufgabe, die ich als riesige Herausforderung sehe". Offen zeigt er sich aber gegenüber einer Umstrukturierung des ehrenamtlichen Postens in den des bezahlten Managers: "Sicher werden verschiedene Vorstellungen und Modelle besprochen." Und weiter: "Erst kommen die Inhalte, dann die Personen."

Bierhoff übt im Gespräch mit der ZEIT auch erstmals scharfe Selbstkritik im Rückblick auf das Ausscheiden der DFB-Elf in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Russland. Der Konflikt mit Mesut Özil hätte besser moderiert werden müssen: "Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht - auch von mir." Und weiter: "Dass es nie eine persönliche Aussprache gab, das schmerzt noch." Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw waren nach London gereist, um mit Özil zu sprechen. Der entzog sich dem Treffen aber. "Er wollte sich wohl einfach nicht mehr damit befassen."

Die Nichtnominierung Leroy Sanés für die WM 2018 sei ebenfalls ein Fehler gewesen, so Bierhoff im ZEIT-Interview: "Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war." Auch über diese Personalentscheidung hinaus habe man beim DFB die Gruppenkonstellation vor der WM falsch eingeschätzt. Durch den Erfolg der jungen Mannschaft beim Confederations Cup habe man über 23 Spieler mit großem Selbstvertrauen verfügt und gedacht, "die Trotzreaktion der etablierten Spieler, die nicht dabei waren, sei so stark, dass alles zu einer perfekten Symbiose zusammenfließe. Leider ist das nicht so gekommen. Vielleicht hätten wir als Führungsteam noch kritischer miteinander umgehen müssen."

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